Tag 6, Broadford – Victoria Falls

Geschrieben von Manuel Faessler
Gut erholt und mit einem guten Frühstück in den Gedärmen verließen wir die Isle of Skye und fuhren die Küstenstrasse weiter hoch nach Norden. Wir versuchten wirklich so gut wie möglich dem Küstenverlauf zu folgen, und so gerieten wir nicht nur einmal auf recht abenteuerliche Strassen. So auch dieses Mal, als wir etwas von der Küste entfernt auf einer „Bergstrasse" mehrfach den Volleinschlag des Transit testeten und auch sonst gute Fahrzeugeinschätzung vonnöten war ... um nicht irgendwo zu streifen oder auch abzustürzen.

Nach dem kleinen abenteuerlichen Abschnitt spuckte uns die Strasse bei Applecross aus und wir trauten unseren Augen nicht ganz ... da äste doch glatt ein Hirsch keine 2m von der Strasse weg ... nächste Ausweichstelle raus, Objektiv gewechselt (längstes Tele, versteht sich) und versucht so nah wie möglich an den Hirsch ranzukommen. Irgendwie war der Objektivwechsel glatt für die Katz, weil uns das Tier bis auf 2-3m rankommen ließ... und erst dann den Kopf etwas hob und 3-4 Schritte weiter trottete ... völlig entspannt. Auf der anderen Strassenseite hinter der Mauer entdeckte ich dann den Rest der Herde inmitten von schottischen Hochlandrindern ... sicher so an die 20 Hirsche aller Größen ... ;-)

Weiter gings durch kleine Örtchen (wobei „Örtchen" schon übertrieben ist ... mehr als 2-3 Häuser plus Ortsschild waren da oft nicht) weiter der Küste entlang und irgendwie kämpfte sich auch die Sonne durch die Wolken ... endlich. Irgendwann entdeckten wir dann eine Herde Hochlandrinder auf einem kleinen Hügel direkt an der Strasse ... und wenn man schon in Schottland ist, muss man die Tiere auch vor die Linse bekommen. Also raus aus dem Auto und ab zu den Tieren. Irgendwie hat unsere Fotoausrüstung auch gleich 2 Kleinbusse vollgestopft mit Touris dazu veranlasst an der gleichen Stelle zu halten und auch die Tiere zu fotografieren ... unter ihnen einige Schweizer, die mein Verhalten mit „des ischt abr hura-gföhrlich was der Siech do macht" kommentierten.

Nach diesen „gefährlichen" Erlebnissen machten wir uns auf um möglichst nahe an Gairloch ran zu kommen und landeten schlussendlich bei den „Victoria Falls", einem Wasserfall der – wenig verdient – als Attraktion ausgeschrieben ist. Das Positive daran war, dass es einen großen Parkplatz gab, den wir sogleich als unsere Camping-Stelle für die Nacht in Beschlag genommen haben. Zum ersten Mal während des Trips hatten wir annehmbares, trockenes Wetter zum campen und nutzen dies auch sofort zum Nudeln kochen und diese dann genüßlich im Freien zu essen.

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