Making of - Black Beauty Set III

Geschrieben von Manuel Faessler
Hallo Zusammen,
 
nachdem ich immer wieder danach gefragt werde, wie ich meine Bilder mache, möchte ich so oft wie möglich einen Making-of Blogbeitrag zu meinen Lichtsetups, Kameraeinstellungen und Bearbeitung machen. Hier nun das dritte Set aus dem „Black Beauty“-Shooting mit Moregha.
 
Einleitende Gedanken/Konzept
 
Da ich immer mehr darauf achte, dass das Licht einfach und natürlich wirkt, komme ich natürlich auch immer mehr auf Ein-Licht Setups. Das macht die Sache aber weder einfacher noch langweiliger, man kann mit einem Licht sehr viele verschiedene Lichtsituationen erzeugen, speziell, wenn man noch einige passive Hilfsmittel mitverwendet (Reflektoren/Abschatter).
 
Bei diesem Setup wollte ich ein relativ weiches Licht, ohne jedoch die Plastizität zu verlieren. Ich wollte Moregha hier etwas fordern und mehr auf Ausdruck, als auf dramatisches Licht setzen.
 
Lichtsetup
 
Wie auf den Setup-Bildern (Erzeugt mit set.a.light 3D – www.elixxier.com) ersichtlich, habe ich eine einzelnen Blitz (profoto B1 – 500Ws) mit einer großen Softbox mit beiden Diffusoren (Deep Octa 120cm von Profoto) bestückt und seitlich, und erhöht von Moregha aufgestellt. Den Blitz habe ich „gefeathert“ verwendet, d.h. ich habe eigentlich an ihr vorbei geziehlt (Bild 2) um eine gleichmässige Ausleuchtung zu erreichen, aber trotzdem einen schönen Lichtabfall von der einen zur anderen Seite. Um dies zu unterstützen habe ich auf der zweiten Seite einen Abschatter positioniert, um auch jedes Streulicht von dieser Seite zu blocken.
 
Der Blitz war auch so stark erhöht und entsprechend nach unten gerichtet, dass der weisse Hintergrund, den ich bis unter die Kamera vorgezogen habe, von unten als Reflektor gewirkt hat und so noch zum Bildlook beigetragen hat.
 
Kameraeinstellungen
 
Auch hier habe ich mit der Canon 5D IV gearbeitet, und zwar aus der „Befürchtung“ heraus, dass ich den Dynamik-Umfangs-Vorteil gegenüber meiner Studiokamera (5DsR) brauchen würde. Wer schon mal mit Models mit dunklerer Hautfarbe geshootet hat, kennt das Problem ... 😉
Die Linse war mein Lieblingsglas Sigma 85mm f1.4 Art, auf Blende f5 eingestellt. Dazu noch die Studioüblichen ISO 100 und 1/160s. Nichts wirklich spektakuläres, aber dennoch ein kleinerer Schärfebereich, um auch diesen Verlauf noch mit ins Bild zu bekommen.
 
Abschließende Gedanken
 
Dieses Lichtsetup ist für mich eins meiner „Go-To“ Setups, sobald isch ein Model etwas wohler fühlt und ich gut mit ihr arbeiten kann. Denn obwohl es nur aus einer Softbox besteht, ist die Positionierung sehr wichtig ... steht sie zu weit vorne, bekommt sie zu viel Licht ab (weil sie dann in der Mitte des Lichtkegels steht), ist sie zu weit hinten, wird das Bild unterbelichtet. Einer meiner Tricks (auch dieses Mal) ist, dem Model einen Stuhl oder Barhocker zu geben, dann stimmt die Position praktisch immer.
 
Ich finde das Setup immer wieder interessant, da es einerseits nicht ablenkt (und man sich daher auf den Ausdruck und das Posing des Models konzentrieren kann), und andererseits trotzdem nicht langweilig ist und eine schöne Plastiziät bietet.
Das Einzige, was ich nicht machen würde, ist dieses Set gleich zu Beginn eines Shootings zu verwenden, da es zum Einrichten doch etwas Übung braucht und wie beschrieben auch nicht wirklich Freiheit fürs Posing bietet.
 
So, das wars auch schon von meiner Seite... falls ihr dazu noch Fragen habt, könnt ihr sie gerne hier als Kommentar stellen, oder mir auch eine mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schreiben. Falls ihr das Setup ausprobiert, könnt ihr mir auch gerne 1-2 Ergebnisse schicken, würde mich sehr freuen!!
 
Cheers,
Manuel

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