Technik - PicDrop

Geschrieben von Manuel Faessler
Hallo Zusammen,
 
heute möchte ich euch mal kurz erzählen, wie ich mit Models, Visas, etc. aber auch Kunden vorab Bildideen bespreche (sofern dies „virtuell“ passiert – ich bevorzuge natürlich ein persönliches Gespräch), und nach dem Shooting auch Bilder übermittle. Ich möchte dazu auch gleich am Anfang festhalten, dass ich von der Plattform in keinster Weise „gesponsert“ oder dafür bezahlt werde, dass ich diesen Blogpost schreibe. Das Geschriebene ist die Wahrheit und nichts als die Wahrheit ... 😉
 
PicDrop – Grundsätzliches
 
PicDrop ist eine speziell für Fotografen entwickelte Plattform um Bilder auszutauschen. Die erste Beta-Version ging meines Wissens Ende 2013 online, wann sie dann wirklich durchgestartet ist, kann ich nicht sagen ... mit Sicherheit sagen kann ich, dass ich seit 2015 mit von der Partie bin, und den Service immer mehr genieße. An Anfang war es für mich einfach „nur“ online-Speicher, der günstiger war als Dropbox, ich habe dann erst nach und nach die Vorteile kennen und nutzen gelernt (auch dank ihrem Blog und ihrer FB-Seite, die sie zu diesem Zweck unterhalten).
 
Picdrop ist ein grundsätzlich kostenpflichtiger Service, wobei eine 30-Tage Testvariante (natürlich kostenlos) danach automatisch in einen „Mini-Account“ mit max. 3 verfügbaren Galerien und 1 GB Speicherplatz umgewandelt wird, der dafür kostenlos ist – damit kommt man aber nicht weit ... 😉
Interessant werden dann die Pakete, die hier zu finden sind: https://www.picdrop.de/web/pricing
 
Jetzt möchte ich euch die Funktionen bzw. die Optik etwas zeigen, wobei das jetzt keine „Dokumentation“ oder „Bedienungsanleitung“ werden soll (da haben sie für alle User gute Dokumente zur Verfügung). Ich möchte euch lediglich einen kleinen Überblick geben, und abschließend noch „meinen Senf“ dazu geben.
 
Ansicht/Navigation für den Kunden
 
Für den Kunden stellt sich die Startseite erst mal so dar, wie auf Bild 1 ersichtlich ... das Hintergrundbild und auch das Logo links oben lassen sich frei wählen. Was mir auch noch sehr gut gefällt ist das integrieren von picdrop in meine eigene Website, d.h. ich habe auf meiner Seite einen Loginbutton der direkt zur picdrop-Seite führt, aber sehts über meine Adresse führt. Das mag ein kleines Detail am Rande sein (eigentlich nur ein „re-direct“), aber in meinen Augen wirkt das gleich professioneller.
 
Hat der Kunde (oder mit wem auch immer ich Bilder austauschen will) den Login (der sich sehr einfach und schnell einrichten lässt) hinter sich, sind alle für ihn freigegebenen Galerien (beliebig viele) ersichtlich (Bild 2).
 
Hier können auch „Explorer-like“ Ordnerstrukturen mit Unterodnern geschafen werden (links ist dann der „Baum“ ersichtlich), je nachdem wie es ein Projekt erfordert.
Öffnet man eine dieser Galerien sind sofort sowohl die darin enthaltenen Bilder als auch links die Möglichkeiten zur Navigation ersichtlich (Bild 3). Hier bietet picdrop sowohl Filter- als auch Sortierungsmöglichkeiten sowie das Erstellen und Speichern von Bildauswahlen.
 
Ich nütze Picdrop sehr gerne zur Bildauswahl durch den Kunden, da dieser dann die gewünschten Bilder mit dem Farbcode markieren kann, was sich dann filtern lässt. Und das Beste daran: diese Auswahl lässt sich dann direkt nach Lightroom oder Capture one exportieren, was einen Haufen Zeit spart.
Zusätzlich zu den Markierungen können die Bilder auch einzeln kommentiert werden, wodurch das Erklären von Änderungswünschen bzw. Möglichkeiten sehr vereinfacht wird.
 
Backend/Möglichkeiten für den Administrator
 
Der Administrator hat natürlich eine sehr erweiterte Ansicht und entsprechende Möglichkeiten. Erstens sieht er alle Galerien und Bilder (logischerweise), zweitens auch eine (leicht konfigurierbare) Übersicht auf der Startseite, wo man „Favoriten“-Galerien oben festpinnen kann (sehr hilfreiches Feature).
Zusätzlich lassen sich die einzelnen Galerien sowohl in ihrem Erscheinungsbild für den Kunden (und auch für den Admin) als auch in ihrer Funktion und Sicherheit konfigurieren (Bilder 4-6).
 
So kann man z.B. auch Kundenup- und downloads ermöglichen oder verweigern, einen Willkommenstext verfassen, ein Galeriepasswort vergeben oder auch die Linkdarstellung beeinflussen.
 
Natürlich sieht man auch direkt die Bewertungen und Kommentare der Kunden zu den Bildern und kann auch darauf antworten.
 
Mitunter das hilfreichste Tool habe ich vorher schon erwähnt: die Markierungen der Kunden können sich auch filtern lassen und diese Ergebnisse direkt nach Lightroom oder Capture-One übertragen werden. Das spart mir immer eine Menge Zeit, speziell wenn die Bildmenge größer wird.
 
Meine Meinung/Meine Erfahrungen
 
Neben den offensichtlich benötigten Programmen wie ein RAW-Converter oder auch Photoshop ist das wohl das hilfreichste Tool für meine Fotografie. Die beschriebenen Möglichkeiten erleichtern die Kommunikation mit Kunden, Models, Visas, Drucker, etc. enorm und beschleunigen die Abläufe auch. Wie geschrieben, bin ich schon seit 2015 Kunde von picdrop, und seit da hat sich die Platform auch ständig (zum Besseren) weiterentwicklet. Das liegt auch am sehr guten und schnellen Support-Team von picdrop, welche an sie gerichtete mails sehr schnell persönlich beantworten und die Anliegen auch ernst nehmen. Auch Verbesserungsvorschläge werden dankend angenommen und bei Umsetzung wird man dann auch persönlich zum Beta-Testen eingeladen (so sollte Support gemacht werden)!
 
Ein einziger kleiner Nachteil ist mir in letzter Zeit noch aufgefallen (was ich in Kürze auch an den Support weiter leiten werden), und zwar kann man ausser den gängigen Bildformaten (ach ja, auch RAW-Dateien werden akzeptiert) nicht viel hochladen. PDF wird gerade noch so akzeptiert, aber dann ist Schluss. Da würde ich mir noch eine kleine Erweiterung wünschen z.B. in Richtung Office-Dokumente oder auch .zip-Dateien oder Photoshop-Aktionen. Einfach um die Dateien fürs Tagesgeschäft an einem Platz zu haben. Ich weiss, dass das hinsichtlich Datenvolumen und evtl. auch Missbrauch wieder gefährliche Türen öffnet, aber hilfreich wärs für mich auf jeden Fall ... mal schauen, was sie sich da einfallen lassen. Im Moment kann ich es nur dadurch umgehen, dass ich eben noch andere Cloud-Speicher nütze (z.B. Dropbox, Amazon oder auch die Adobe-Cloud).
 
Auf jeden Fall bin ich damit sehr zufrieden, und kann es jedem, der sich mehr oder weniger ernsthaft mit der Fotografie beschäftigt, ans Herz legen, sich diese Platform anzuschauen.
 
Und falls jemand von picdrop das hier lesen sollte: ihr macht einen Hammer-Job ... nur weiter so!!! Ihr habt in mir auf jeden Fall einen zufriedenen Kunden gefunden!
 
Und damit bin ich auch schon wieder am Ende (eines etwas längeren Posts)... falls ihr dazu noch Fragen habt, könnt ihr sie gerne hier als Kommentar stellen, oder mir auch eine mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schreiben. 
 
Cheers,
Manuel

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